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Der Pflegeberater


SAISONSTART

01. März oder 01. April? – Vorbei ist die motorradlose Jahreszeit! Also runter mit der Abdeckplane und hoch mit dem Garagentor.
Jetzt wird dem geliebten Zweirad zum Saisonstart wieder Leben eingehaucht. Schon das Putzen und Pflegen steigert enorm die Vorfreude auf die neue Motorradsaison, viele schöne Touren oder den ein oder anderen Ausflug auf die Rennstrecke.

Mit den nachfolgend beschriebenen Schritten ist das Motorrad perfekt für den Start in die neue Saison vorbereitet.

AUSWINTERN

Start in die Motorradsaison

Als erstes den Schutzfilm auf Chrom- oder anderen Metalloberflächen, die für die Überwinterung mit dem Allzwecköl MOTUL E.Z. Lube konserviert wurden, mit einem trockenen weichen Lappen abwischen. Dann Reifenprofil und Reifendruck prüfen und gegebenenfalls nach den Angaben in der Bedienungsanleitung korrigieren.

Wichtig: Wenn der Reifen bereits schon länger (4-6 Jahre) gefahren wurde, ist es mitunter empfehlenswert, den Reifenwechsel vor dem Saisonstart durchzuführen.

Gasgriff, Kupplungshebel, Schalt- und Bremshebel auf Funktion, Leichtgängigkeit und notwendiges Spiel prüfen. Die aufgeladene und geprüfte Batterie einbauen und anklemmen. Funktionsprüfung von Fern- und Abblendlicht, Rückleuchte, Bremslicht, Blinklichter, Hupe.

Nur Zündung einschalten. Wenn die Batterie komplett abgeklemmt wurde, müssen sich Motorsteuergerät und sonstige elektronische Bauteile nach dem Einschalten der Zündung zunächst justieren bzw. neu konfigurieren.

Motor starten, mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen und zunächst abwarten, ob die Öldrucklampe erlischt.

Eine Testrunde um den Block drehen, dabei auf Federung und Dämpfung achten. Nach dem Losfahren sollte bei Fahrzeugen mit ABS unmittelbar nach dem Start die Kontrollleuchte in der Anzeige erloschen sein.

Anschließend Motorrad noch einmal auf korrekte Füllstände der  Betriebs-flüssigkeiten (Motorenöl, Getriebeöl, Kühl- und Bremsflüssigkeit) prüfen und die Kreisläufe visuell auf Dichtheit kontrollieren (Ölablassschraube, Bremsflüssigkeitsbehälter, Kühler, Entlüftungsschraube an den Bremssätteln, Simmerringe der Gabelholme und des hinteren Dämpfers).

Und nun kann es losgehen.


PFLEGE UND WARTUNG

MOTOR

Ölstand kontrollieren

Der Ölstand sollte mindestens alle 1000 km kontrolliert werden. Hierzu sollte der Motor betriebswarm und das Motorrad auf einer ebenen Fläche und idealerweise auf dem Hauptständer abgestellt werden. Bei Motorrädern ohne Hauptständer wird die Hilfe einer 2. Person empfohlen. Einige Minuten bis zur Messung warten, damit dich das Öl setzen kann. Dann den Ölstand durch das Schauglas unten am Kurbelgehäuse bzw. am Ölmessstab ablesen. Der Ölstand sollte sich zwischen der Minimum- und Maximum-Markierung befinden. Spätestens wenn der Ölstand bei der Minimum-Markierung liegt, sollte Motorradmotorenöl der empfohlenen Sorte bis zum vorgeschriebenen Stand nachgefüllt werden.

Achtung: Keinesfalls Öl über die Maximum-Markierung nachfüllen! Zuviel aufgefülltes Öl führt zu Undichtigkeiten bzw. Motorschäden und verkürzt die Lebensdauer des Katalysators.

Für den Nachfüllbedarf hat MOTUL für jedes Motorrad und für die verschiedensten Anwendungsbereiche genau das richtige Öl im Programm.

Informationen zu der empfohlenen Ölsorte und Viskosität finden Sie in der Bedienungsanleitung oder unter www.motul.de/oelberater/index/html


KETTE

Kontrollieren und Fetten

Je nach individueller Fahrweise, Witterungsbedingungen und Beanspruchung ist die Kette alle 500 – 1.000 km auf Verschleiß, korrekt eingestellten „Durchhang“ und natürlich ausreichende Schmierung zu überprüfen.

Die Kette auch während oder spätestens nach jeder längeren Regenfahrt nachschmieren. Hier ist die wiederbefüllbare 100 ml Dose MOTUL Chain Lube Road Plus ein nützlicher Begleiter für jede längere Tour und passt einfach in jede Tasche.

Kette richtig reinigen und fetten

Bevor die Kette geschmiert wird, sollten starke Verschmutzungen mit dem effektiven Kettenreiniger MOTUL Chain Clean entfernt werden. Denn im Laufe der Zeit verklumpt Öl, Staub und Abrieb und bildet eine pastöse Masse. Diese fängt an zu schmirgeln und verkürzt durch den starken Verschleiß die Lebensdauer des gesamten Kettenkits. Außerdem kann sich das Kettenspray auf der trockenen und sauberen Kette viel besser verteilen.

Das Motorrad auf dem Hauptständer abstellen. Falls das Bike nur einen Seitenständer hat,  ist ein Montageständer zu verwenden. Im Motorradhandel erhält man auch sog. Drehhilfen, damit lässt sich das Hinterrad auch bei einem auf dem Seitenständer abgestellten Motorrad bewegen.

Wichtig: Zum Schutz der Umwelt bzw. um unschöne Flecken zu vermeiden, am besten eine Auffangschale oder ein größeres tück Pappe unter der Kette platzieren. Dann gibt`s auch keinen Ärger.

Von Hand das Hinterrad drehen und somit Kette in Bewegung setzen und dabei die Glieder von allen Seiten mit dem Spezialreiniger MOTUL Chain Clean einsprühen. Kette solange durchlaufen lassen, bis alle Kettenglieder mit dem Reiniger benetzt werden. Kurz einwirken lassen und anschließend die Kettenglieder mit einer speziellen Bürste  (Motorradhandel) von allen Seiten reinigen.

Wichtig: Keinesfalls eine Bürste aus Stahldraht oder einem ähnlichen Material verwenden, da sonst die Dichtringe zwischen den Kettengliedern beschädigt werden und die innenliegende Fettfüllung austritt. Die Kette würde dann ebenfalls in sehr kurzer Zeit verschleißen.

Nach dem Reinigungsvorgang die Kette mit einem fusselfreien Lappen gut trocken reiben. Letzte gelöste Verschmutzungen verschwinden mit diesem Vorgang ebenfalls. Sollte dennoch hartnäckiger Schmutz vorhanden sein, ist der Reinigungsvorgang zu wiederholen bzw. ist an den entsprechenden Stellen nachzuarbeiten. 

Nachdem die Kette nun sauber und trocken ist, kann man damit beginnen, sie neu zu schmieren. Optimal für Motorräder im Straßenbetrieb eignen sich die Produkte MOTUL Chain Lube Road oder MOTUL Chain Lube Road Plus. Die weiße Farbe von MOTUL Chain Lube Road Plus erleichtert die Verarbeitung und zeigt an, wann mal wieder nachgesprüht werden sollte.

Expertentipp: Besonders zielgenau arbeitet man mit dem Sprühknopf inklusive Kapillarrohr. Durch Drehen des Hinterrades die Kette bewegen und dabei mit MOTUL Chain Lube Road Plus einen gleichmäßig dünnen Film aufsprühen. Grundsätzlich nur die Ketteninnenseite schmieren, damit sich das Kettenfett optimal verteilen kann und alle Glieder benetzt werden können.

Wichtig: Nicht gleich nach dem Einsprühen der Kette losfahren. Die im Kettenfett enthaltenen Lösungsmittel sorgen für eine exzellente Kriechfähigkeit und somit eine optimale Verteilung. Nach einer Ablüftzeit von 10-15 Minuten ist bereits ein sehr gutes Haftvermögen erreicht.

Expertentipp: Wer nicht solange warten möchte, fettet die Kette am Abend direkt nach dem Abstellen des Motorrades, wenn die Kette noch betriebswarm ist. 

Sollte beim Sprühen doch etwas Kettenfett auf die Felge gelangt sein, lässt sich dieses einfach mit einem weichen Tuch und MOTUL Chain Clean entfernen.


WASCHEN UND PFLEGEN

Wichtig: Jegliche Art der Reinigung am Motorrad sollte nicht an erhitzten Oberflächen bzw. bei direkter Sonneneinstrahlung vorgenommen werden. Den Reiniger nur für den vorgesehenen Verwendungszweck einsetzen und mit Wasser gründlich abspülen. In Regionen mit erhöhten Wasserhärtegraden kann es durch den erhöhten Kalkanteil im Wasser zur Fleckenbildung kommen.

Schonwaschgang

Regelmäßige Motorradwäsche mit MOTUL Moto Wash oder MOTUL Moto Wash Plus und die anschließende Lackpflege gehört ebenso dazu wie das Ölen und Fetten, um den optischen und technischen Gesamtzustand des Fahrzeugs möglichst lange auf einem hohen Niveau zu halten. MOTUL Moto Wash Plus ist ein sehr schonender Reiniger auf Power Gel-Basis. Dadurch haftet der Reiniger besser an der Oberfläche und bleibt länger wirksam. Selbst hartnäckige Verschmutzungen lassen sich so auf schonende Art entfernen.

Expertentipp: Handwäsche oder Hochdruckreiniger? Wir geben ganz klar der Handwäsche den Vorzug. Sollte der Hochdruckreiniger dennoch einmal verwendet werden, bitte auf den scharfen Wasserstrahl achten, da elektronische Bauteile zerstört oder das Fett aus den Lagern der Kette gespült werden könnte.

Waschen ohne Wasser

Nicht immer ist es erforderlich, nach einer kurzen Tour das Motorrad komplett mit Wasser und Schwamm zu bearbeiten. Man glaubt es kaum, es geht auch ohne, einfach und schnell und es schont die Umwelt.

MOTUL Wash & Wax heißt der Motorradreiniger, der ohne den Einsatz von Wasser und Schwamm trotzdem ein glänzendes Ergebnis zaubert, natürlich ohne Kratzer.

MOTUL Wash & Wax auf die reinigenden Oberflächen aus einer Entfernung von ca. 20 cm, je nach Verschmutzungsgrad mehr oder weniger stark, aufsprühen. Nach 5 Minuten Einwirkzeit werden mit einem weichen Lappen der Schmutz und der überschüssige Reiniger aufgenommen. Selbst hartnäckiger Insektenschmutz lässt sich so mühelos entfernen.

Anschließend wird mit einem sauberen weichen Tuch nachpoliert. Die behandelten Oberflächen sind nun mit einem Wasser und Schmutz abweisenden Schutzschicht versiegelt.   

Kunststoffpflege

MOTUL Shine & Go frischt nach der Wäsche alle unlackierten  Kunststoff- und Gummiteile aber auch Verkleidungsteile wieder auf. Die zu behandelnden Oberflächen werden aus einer Entfernung von ca. 20 cm eingesprüht und anschließend mit einem weichen Tuch poliert.

Expertentipp: MOTUL Shine & Go bildet einen sehr dünnen Film, der die Neuverschmutzung verzögert. Auch Insekten lassen sich viel leichter entfernen und fressen sich nicht mehr in die Lackschicht. Gummiteile bleiben flexibel und elastisch.

Achtung: MOTUL Shine & Go darf nicht auf Bremsteilen, Sitzen, Fußrastengummis oder Griffen angewendet werden – Rutschgefahr.


SICHERHEIT GEHT VOR

Regelmäßige Kontrolle

GABEL

Stoßdämpfer und Vorderradgabel sorgen für einen guten Kontakt zu Straße. Beide Komponenten erhöhen Stabilität, Sicherheit und Komfort. Das Losbrechmoment der Gabel hat entscheidenden Einfluss auf das Ansprechverhalten der Gabel.

Expertentipp: Gabelöl wird mitunter extrem beansprucht, außerdem altert es durch den in der Luft gebundenen Sauerstoff. Deshalb sollte der Wechsel des Gabelöls spätestens alle 2 Jahre erfolgen. Der Austausch des Gabelöls erfordert jedoch fortgeschritten Schrauberkenntnisse und sollte in der Fachwerkstatt durchgeführt werden.

Die Tauchrohre der Gabel sollten regelmäßig auf Riefen und Oberflächenveränderungen kontrolliert werden. Um die vordere Radführung in alle gewünschten Härtegrade bringen zu können, bietet MOTUL im Bereich Gabelöle eine große Auswahl in verschiedenen Viskositäten – sowohl für den Alltagsbetrieb als auch für die Rennstrecke an.

BREMSE

Regelmäßiger Check der Bremsanlage und vor allem der Bremsbeläge ist Pflicht. Zur Reinigung aller Teile der Bremsanlage eignet sich hervorragend der Bremsenreiniger MOTUL Brake Clean. Der Reiniger entfernt sehr effektiv Verschmutzungen, trocknet sehr schnell ab und hinterlässt keinen Schmierfilm.

Wichtig: Bremsflüssigkeit ist regelmäßig auf den richtigen Füllstand und ebenfalls mit einem Tester auf den Wassergehalt zu prüfen.

Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch und nimmt Wasser auf. Je höher der Wassergehalt ist, desto geringer fällt der Nasssiedepunkt aus. Im schlimmsten Fall kommt es zum sog. Fading-Effekt. Die Bremsflüssigkeit beginnt zu sieden. Dabei entsteht ein gasförmiges Gemisch, das sich komprimieren lässt und somit die Kraftübertragung auf die einzelnen Bremszylinder verschlechtert.

Damit man beim Anbremsen also nicht ins Leere greift, empfehlen wir, die Bremsflüssigkeit spätestens alle 2 Jahre zu wechseln.

Wem das zu kompliziert ist, dem hilft der Motorradhändler seines Vertrauens sicher gerne weiter.

MOTUL DOT 4 und DOT 5.1 Brake Fluid decken alle Bremssysteme für den normalen Straßenverkehr ab. MOTUL RBF 600 bzw. RBF 660 sind speziell für den harten Rennstreckeneinsatz formuliert.

Achtung: Handelsübliche Bremsflüssigkeiten der Norm DOT 4 bzw. DOT 5.1 sind auf Polyglykolbasis formuliert und daher nicht mit Silikonbremsflüssigkeiten DOT 5 mischbar. DOT 5 Bremsflüssigkeiten werden speziell bei amerikanischen Herstellern eingesetzt.

Wichtig: Speziell bei neuen Modellen mit ABS kann ein Bremsflüssigkeitswechsel nur durchgeführt werden, wenn das ABS-Modul mit einem herstellerspezifischen Tester angesteuert wird, da sonst ein Teil der alten Bremsflüssigkeit im System bleibt Auch in diesem Fall sollte man den Wechsel in der Motorradfachwerkstatt durchführen lassen.

KRAFTSTOFFSYSTEM

In jedem Kraftstoffsystem bildet sich durch Erwärmung und Abkühlung der in den Tank mit abnehmenden Tankinhalt nachströmenden Luft Kondenswasser. Das führt insbesondere bei Ein- oder Zwei-Zylindermotoren zu Startschwierigkeiten, Leistungsverlust, spürbar unrunden Motorlauf im Teillastbereich und schlechter Gasannahme.

Expertentipp: Aus diesem Grund sollte 1 – 2 Mal in der Saison beim Tanken eine Dose MOTUL Fuel System Clean verwendet werden. MOTUL Fuel System Clean reinigt das gesamte Kraftstoffsystem vom Tank bis in den Brennraum, stabilisiert den Kraftstoff, schmiert und schützt vor Verschleiß und Korrosion und entfernt das Kondenswasser. Eine Dose MOTUL Fuel System Clean ist ausreichend für einen Tankinhalt von bis zu 20 Liter.


AUF KLEINER UND GROSSER TOUR

Vorher Ölstand kontrollieren und ggf. korrigieren. Bei längeren Touren empfiehlt es sich, einen Liter MOTUL Motorenöl zum Nachfüllen mitzunehmen.

Expertentipp: Das Ölgebinde am besten im auslaufsicheren MOTUL-Nachfüllpack verpacken. So muss man unterwegs nicht lange nach dem richtigen Öl suchen, spart Geld dabei und kann auch mal kompetent seinen Freunden damit aushelfen.

MOTUL Kettenspray (100 ml) mitnehmen zum Nachfetten.

Durch Vibrationen lösen sich schon mal diverse Schrauben, deshalb Schrauben für Verkleidung, Spiegel, Griffe, Radachsen und besonders die Feststellschraube am Kettenspanner auf festen Sitz prüfen.

Um bei einem unerwarteten Plattfuss im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf der Strecke zu bleiben, gehört MOTUL Tyre Repair ins Gepäck für jede längere Reise.


EINWINTERN

Empfehlungen zur Stilllegung im Winter

Irgendwann geht auch mal die schönste Saison zu Ende. Motorräder mit Saisonkennzeichen oder solche, die während der Wintermonate nicht gefahren werden, sollten nun für die „dunkle Jahreszeit“ vorbereitet werden.

Wichtig: Grundreinigung mit MOTUL Moto Wash oder MOTUL Moto Wash Plus durchführen. Dabei schonend von Hand waschen, keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden. Die schwer zugänglichen Stellen sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Lackteile anschließend mit MOTUL Wash & Wax konservieren.

Die Abschlussfahrt für die zu Ende gehende Saison sollte die Fahrt zur Tankstelle sein. Wenn Sie ein Motorrad mit Metalltank besitzen, empfiehlt es sich den Tank vollzufüllen, um Korrosion zu vermeiden. Bei Fahrzeugen mit Kunststofftanks ist diese Maßnahme nicht zwingend erforderlich.

Expertentipp: Um das gesamte Kraftstoffsystem bei langen Standzeiten frei von Benzinrückständen und Kondenswasser zu halten, beim Tanken 1 Dose MOTUL Fuel System Clean zugeben.

Reifendruck um 0,3 – 0,5 bar erhöhen. Das Risiko eines möglichen „Standplatten“ wird so gemindert.

Wieder zurück am Abstellplatz sind die nachfolgenden Arbeitsschritte besonders wichtig:

Für Motorräder mit Vergaser gilt, Benzin aus der Schwimmerkammer entweder durch die Ablassschraube leerlaufen lassen oder den Motor mit geschlossenem Benzinhahn solange laufen lassen, bis er von selbst ausgeht.

Für Fahrzeuge mit Einspritztechnik ist dieser Arbeitsschritt nicht erforderlich.

Alle beweglichen Teile, aber auch Chrom- oder andere Metalloberflächen, mit MOTUL E.Z. Lube einsprühen.

Wichtig: Für das Konservieren von Titan-Auspuffanlagen sind die Hinweise in der Bedienungsanleitung zu beachten.

Bei betriebswarmen Motor Ölwechsel durchführen. Ablagerungen und Rückstände sind im Öl gebunden und werden so mit dem Ölwechsel heraus geschwemmt.

Expertentipp: Der Ölwechsel vor der Einwinterung ist unbedingt zu empfehlen und ist auch dann fällig, wenn in der laufenden Saison eventuell nur ca. 1.000 km oder weniger zurückgelegt wurden. Motoröl unterliegt gerade bei häufigem Kurzstreckenbetrieb einer schnelleren Ölalterung und Verdünnung mit unverbranntem Kraftstoff. Das Neutralisationsvermögen lässt durch den Eintrag saurer Verbrennungsrückstände in das Motorenöl nach, das würde während der Betriebspause zu Korrosion führen.

Wichtig: Zum Ölwechsel muss der Motor vorher betriebswarm gefahren werden. Beim Ölwechsel ist der Ölfilter zu erneuern und ein neuer Dichtring für die Ölablassschraube zu verwenden.

Will man dem Getriebe oder Kardanantrieb etwas Gutes tun, so wechselt man auch diese Schmierstoffe einmal jährlich vor der Winterpause.

Antriebskette sehr gründlich mit MOTUL Chain Clean säubern und entfetten. Kette abtrocknen lassen und anschließend mit MOTUL Chain Lube Road Plus fetten.

Batterie raus oder rein – hier scheiden sich die Geister. Sollte das Motorrad während der Winterpause unter der Laterne parken, ist die Batterie in jedem Fall auszubauen, trocken zu lagern, Batteriepole mit Polfett einzufetten und die Batterie mindestens einmal voll aufzuladen.

Steht das Fahrzeug trocken in der Garage, kann man die Batterie angeklemmt lassen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Batterie einmal im Monat mit einem geeigneten Batterieladegerät nachzuladen. Das hat natürlich den Vorteil, dass das Motorsteuergerät oder andere elektronische Bauteile nicht von der Stromversorgung abgeklemmt werden und sich bei der Wiederinbetriebnahme nicht erst neu konfigurieren müssen.

Wichtig: Für eine Neukonfiguration ist in jedem Fall die Herstelleranweisung in der Betriebsanleitung zu berücksichtigen.

Abstellen auf dem Hauptständer mit erhöhtem Reifendruck (+ 0,3 – 0,5 bar) reicht im Allgemeinen aus, um einen „Standplatten“ zu vermeiden. Das den Boden berührende Rad sollte einmal monatlich gedreht werden. Wenn nur ein Seitenständer vorhanden ist, sollte das Fahrzeug mindestens einmal monatlich in eine andere Reifenposition gebracht werden.

Bei Motorrädern, die unter der Laterne überwintern müssen, sollte bei wassergekühlten Fahrzeugen auch der Frostschutz der Kühlflüssigkeit sicherheitshalber noch mindestens bei minus 20 C gewährleistet sein. Gefrierende Flüssigkeiten dehnen sich aus und beschädigen vor allem den Kühler.

MOTUL Motocool Expert oder Motocool Factory Line sind fertig gemischte Kühlflüssigkeiten und gewährleisten Frostschutz bis – 25 C bzw. – 35 C.

Wichtig: Einfaches Leitungswasser bietet keinen Frost- bzw. Korrosionsschutz, enthält zu viel Kalk und bildet im Kühlkreislauf Ablagerungen, die auch den Wärmetransfer verschlechtern.

Zu guter Letzt sollten im Freien stehende Motorräder mit einer für diesen Zweck geeigneten und wasserdichten Plane abgedeckt werden. Dabei ist auf eine genügende Luftzirkulation zu achten. Auch Fahrzeuge, welche in der Garage nicht trocken stehen, sollten ebenfalls abgedeckt werden (auch als Staubschutz).

Wichtig: Wer keinen trockenen Garagenparkplatz hat oder wem das alles zu stressig ist, kann die Einwinterung auch bei seinem Motorradfachhändler durchführen lassen.

FIT DURCH DEN WINTER

Motorräder, die den ganzen Winter durch gefahren werden, sollten im besonderen Maße regelmäßig gepflegt und kontrolliert werden.

Auf ausreichend Frostschutz achten, mindestens - 20 C Frostschutz sollte bei wassergekühlten Fahrzeugen für Wintertouren innerhalb Deutschlands gewährleistet sein.

Expertentipp: Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter sind Motorenöle in den Viskositäten 5W-40 oder 10W-50 besonders zu empfehlen. Durch die Leichtlaufviskosität wird in der Kaltstartphase eine besonders schnelle Durchölung erreicht sowie Starter und Batterie geschont.

Eine regelmäßige Reinigung der Bremsscheiben, -beläge und des Bremssattels mit besonders aggressiver Kombination aus Streusalz und Wasser führt sonst zu einer stärkeren Korrosion.

Die Gabelholme präpariert man am besten mit einer gleichmäßig dünnen Schicht MOTUL Wash & Wax gegen Korrosion.

Expertentipp: Wir empfehlen, die Kettenreinigung und Schmierung - im Winter spätestens alle 300 km - durchzuführen.

Nach jeder Fahrt durch Schnee, Schneematsch oder Regen eine gründliche Reinigung des Motorrades mit kaltem Wasser und MOTUL Moto Wash oder Moto Wash Plus durchführen. Warmes Wasser lässt das gelöste Streusalz schneller reagieren und ist aus diesem Grund nicht zu verwenden. An schwer zugänglichen Stellen bilden sich dann Salzablagerungen und in Verbindung mit der Luftfeuchte verstärkt Korrosion. Anschließend werden alle Metalloberflächen mit einem dünnen Film MOTUL E.Z. Lube besprüht.








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